FAQ
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Allgemeine Fragen zur Härte- und Oberflächentechnik
Ist ein verzugsfreies Härten möglich?
Nein. Ein verzugsfreies Härten ist grundsätzlich nicht möglich.
Durch optimale Konstruktion, durch Spannungsarmglühen, durch Verwendung von gut härtbaren Werkstoffen und durch entsprechendes Chargieren kann der Verzug möglichst gering gehalten werden
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Was ist der Unterschied zwischen Härten und Vergüten?
Der Unterschied zwischen Härten und Vergüten liegt in der Anlasstemperatur. Beim Vergüten liegt diese bei mind. 350°C.
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Wie können Spannungen aus Teilen genommen werden?
Wenn es sich um Spannungen aufgrund von mechanischer Bearbeitung handelt, kann durch Spannungsarmglühen vor dem Härten die Eigenspannung von Teilen genommen werden.
Wenn es sich um Spannungen aufgrund der Gefügeumwandlung beim Härten handelt kann die Spannung aus Teilen durch Anlassen genommen werden.
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Welche Behandlung bietet den besten Korrosionsschutz?
Den besten Korrosionsschutz bietet das Tenifer-Verfahren, wobei hierbei unbedingt beachtet werden muss, dass dieses Verfahren zusätzlich ein Randschichthärten ist!
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Was für ein Prüfverfahren wähle ich? Brinell, Vickers, Rockwell?
Das Prüfverfahren hängt grundsätzlich von der Wärmebehandlung ab.
Brinell:
weiche bis mittelharte Werkstoffe d.h. Stahl und Gusseisen im geglühten oder vergüteten Zustand sowie Nichteisenmetalle.
Vickers:
alle metallischen Werkstoffe jeglicher Härte besonders für kleine und dünne Werkstücke speziell für einsatzgehärtete, carbonitrierte, nitrocarburierte und nitrierte Werkstücke
Rockwell:
mittelharte bis sehr harte Werkstücke
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Nitrieren
Was ist der Unterschied zwischen Nitrieren, Nitrocarburieren, Carbonitrieren und Einsatzhärten?
Alle vier Verfahren sind Randschichthärteverfahren.
Sie unterscheiden sich lediglich durch die Elemente die während der Wärmebehandlung eindiffundieren:
Nitrieren und Nitrocarburieren sind Randschichthärteverfahren bei denen keine Gefügeumwandlung stattfindet und die Prozesstemperatur kleiner 600°C ist.
Carbonitrieren und Einsatzhärten sind Randschichthärteverfahren bei denen eine Gefügeumwandlung stattfindet und die Prozesstemperatur mind. 860°C oder größer ist.
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Was genau ist das Bainitisieren?
Das Bainitisieren ist ein Vergüten bei dem die geforderte Zugfestigkeit nicht durch Härten und Anlassen sondern durch Härten und Abkühlen im Warmbad bei höherer Temperatur erreicht wird.
Die geforderte Zugfestigkeit wird nicht durch Anlassen eines gehärteten Werkstückes sondern durch direkte Umwandlung nach dem Erwärmen auf Härtetemperatur erreicht.
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Was ist eine Einsatzhärtetiefe?
Die Einsatzhärtetiefe ist die harte Randschicht die beim Einsatzhärten durch Eindiffundieren von Kohlenstoff entsteht.
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Wie tief kann man einsetzen?
Die Einsatzhärtetiefe kann generell frei gewählt werden. Man sollte max. 10% des Bauteilquerschnittes einsetzen, da sonst die Bruchgefahr zu groß wird.
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Was ist eine Verbindungsschichtdicke?
Die Verbindungsschichtdicke ist der außenliegende harte Teil der Gesamtnitriertiefe.
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Was ist eine Nitrierhärtetiefe?
Die Nitrierhärtetiefe ist die Gesamtnitriertiefe, bestehend aus Verbindungsschicht und Diffusionszone, in der Eisennitride und andere Nitride (je nach Legierungszusammensetzung) vorliegen.
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Was ist eine Diffusionszone?
Die Diffusionszone ist der innenliegende Teil der Gesamtnitriertiefe, in dem die Härte schon stark abnimmt.
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Wie tief kann man nitrieren?
Die Nitrierhärtetiefe ist abhängig vom Werkstoff und wird über die Behandlungsdauer und Behandlungstemperatur geregelt.
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Galvanik
Was ist der Unterschied zwischen Brünieren und Manganphosphatieren?
Beim Brünieren wird an der Oberfläche eine Eisenoxidschicht erzeugt, die aber keinen echten Korrosionsschutz bietet. Das Brünieren wird hauptsächlich für Sichtteile verwendet.
Beim Manganphosphatieren entsteht eine feinkristalline Schicht die im µm-Bereich nach Außen aufwächst.
Manganphosphatieren wird hauptsächlich zur Verbesserung der Gleiteigenschaft, des Korrosionsschutz und als Untergrund für Lacke verwendet
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Vakuumhärten
Was für verschiedene Glüharten gibt es
Man unterscheidet folgende Glühverfahren:
- Normalglühen
- Spannungsarmglühen
- Weichglühen
- GKZ-Glühen
- Grobkornglühen
- Diffusionsglühen
- Rekristallisationsglühen
- Lösungsglühen
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Was bewirkt das Spannungsarmglühen?
Das Spannungsarmglühen bewirkt, dass die Eigenspannungen ohne Änderung des Gefüges und der mechanischen Eigenschaften verringert werden.
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Was nützt das Tiefkühlen?
Das Tiefkühlen ist mit äusserster Vorsicht zu behandeln. In manchen Fällen kann dadurch eventuell vorhandener Restaustenit (noch weiche Gefügebestandteile) in Martensit (harte Gefügebestandteile) umgewandelt werden.
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Tiefkühlen
Was versteht man unter Tiefkühlen. Wann wird die Technologie eingesetzt?
Sowohl beim Einsatzhärten als auch beim Durchhärten kann es bei bestimmten Stahllegierungen vorkommen, dass beim Abschrecken nicht das gesamte Gefüge in Martensit (harte Gefügebestandteile) umgewandelt wird. Der verbleibende, weiche Restaustenitanteil wandelt sich allmählich in Martensit um. Durch die Umwandlung dieser weichen Gefügebestandteile ergibt sich eine schleichende Volumenänderung.
Durch das Tiefkühlen wird das härtbare Gefüge nahezu vollständig in Martensit umgewandelt und eine schleichende Maßveränderung wird verhindert.
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